BMW Motorradgeschichte von 1923 bis 2001

1923 erlebt die von Chefkonstrukteur Max Friz entworfene R 32, das erste BMW Motorrad, beim Pariser Salon und auf der DAA in Berlin ihre Premiere. Sie weist bereits alle charakteristischen Merkmale der BMW Zweizylinder -Maschinen auf: Quer eingebauter Boxermotor, angeblocktes Getriebe und Kardanantrieb im Doppelschleifen-Rohrrahmen.

1924 entwickelt Versuchsleiter Rudolf Schleicher aus dem Motor der R 32 einen ,,Sportmotor". Dieser wird in die R 37 eingebaut. Franz Bieber gewinnt damit die erste deutsche Straßenmeisterschaft für BMW.

1925 entsteht die erste Einzylinder BMW, die R 39, mit 250 ccm Hubraum und 6,5 PS.

1926 gewinnt BMW Versuchsleiter Rudolf Schleicher bei der Sechstage-Geländefahrt in England eine Goldmedaille.

1928 erscheint mit der R 62 die erste BMW mit einem Hubraum von 750 ccm; bis 1973 ist dies zugleich die Hubraumgrenze nach oben.

1928 gewinnt Ernst Henne auf einer BMW Rennmaschine die Targa Florio in Italien.

1929 stellt Ernst Henne auf der Ingolstädter Landstraße bei München mit 216 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord für Motorräder auf.

1935 führt BMW mit der R 12 die erste, hydraulisch gedämpfte Teleskop-Vorderradgabel im Motorradbau ein.

1936 wird ein kurbelwellengetriebener Kompressor in BMW Rennmaschinen eingebaut; in der Sportmaschine R 5 erscheint ein völlig überarbeiteter Boxermotor mit zwei Nockenwellen.

1937 schraubt Ernst Henne den Geschwindigkeitsweltrekord auf 279,5 km/h.

1938 wird das 100.000ste Motorrad ausgeliefert.

1939 BMW Doppelsieg bei der ,,Senior-TT" auf der Isle of Man. Schorsch Meier gewinnt auf der Kompressormaschine - als erster Ausländer auf einer nichtenglischen Maschine vor seinem britischen Markengefährten Jock West. BMW übernimmt das Werk Berlin-Spandau und die Produktion von Flugzeugtriebwerken von den Brandenburgischen Motorenwerken (Bramo

1941 entsteht das Wehrmachtsgespann R 75.

1945 Zeitweise Produktion von Garten- und Küchengeräten in Berlin

1947 gewinnt Schorsch Meier - wie auch 1948,1949,1950 und 1953 - die Deutsche Straßenmeisterschaft.

1948 nimmt BMW mit dem 250 ccm-Einzylindermodell R 24 die Motorrad-Fertigung wieder auf.

1949 Bau von Werkzeugmaschinen und Motorradkomponenten in Berlin

1950 erscheint die R 51/2, das erste Nachkriegs-Boxermodell.

1952 ist die R 68 das erste deutsche Serienmotorrad, das eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h (100 Meilen pro Stunde) erreicht.

1954 erringen Wilhelm Noll und Fritz Cron den ersten Gespann-Weltmeistertitel für BMW. Bis 1974 folgen weitere 19 WM-Titel für BMW Gespann-Maschinen.

1955 Die Modelle R 26, R 50 und R 69 weisen das neue Vollschwingen-Fahrwerk auf.

1960 Präsentation des bis dahin schnellsten BMW Boxermodells: Die R 69 S erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h.

1967 Aufbau der Motorradmontage in Berlin, das erste BMW Motorrad aus Berlin rollt vom Band, eine BMW R 60/2

1969 werden die Modelle der /5-Serie vorgestellt.

1973 entstehen die Modelle R 90/6 und R 90 S - die bis dahin mit 900 ccm hubraumgrößten BMW Motorräder.

1975 Das 100.000ste BMW Motorrad aus Berlin wird gebaut

1976 präsentiert BMW mit dem 1000 ccm-Modell R 100 RS die erste vollverkleidete Serienmaschine der Welt.

1978 entsteht aus der Sportverkleidung der R 100 RS die Tourenverkleidung der R 100 RT
Gleichzeitig runden die R 45 mit 450 ccm und die R 65 mit 650 ccm das Modellangebot nach unten ab.

1980 führt BMW mit dem Enduro-ModeII R 80 G/S die Einarmschwinge am Hinterrad, den BMW Monolever, ein.

1981 gewinnt der Franzose Hubert Auriol auf einer modifizierten R 80 G/S die RaIlye Paris - Dakar.

1982 erscheinen die 800 ccm-Modelle R 80 ST und R 80 RT.

1983 feiert die neue K 100-Reihe auf dem Pariser Salon ihre Premiere.
Im selben Jahr gewinnt Hubert Auriol zum zweiten Mal die Rallye Paris -Dakar.

1984 erhält die überarbeitete R 80 als Straßenmodell ebenfalls eine Einarmschwinge.
Der Belgier Gaston Rahier gewinnt Paris - Dakar auf einer BMW.

1985 wird die K 75-Dreizylinder-Reihe eingeführt.
Mit 37104 Motorrädern meldet BMW einen neuen Produktionsrekord. Gaston Rahier wiederholt seinen Paris-Dakar-Erfolg.

1986 Basierend auf der R 80 erscheinen die R 100 RS und die R 100 RT auf vielfachen Kundenwunsch wieder im Programm.

1987 wird die hubraumstärkste Enduro auf dem Weltmarkt, die BMW R 100 GS, vorgestellt. Sie hat eine Doppelgelenk-Hinterradschwinge, BMW Paralever genannt.

1988 Als erster Hersteller der Welt bietet BMW in seinen K 100-Modellen ein ABS an.
Die R 100 GS ist mit 5865 Exemplaren das meistverkaufte Motorrad in Deutschland.

1989 Die K 1 mit 1000 ccm-Vierventilmotor und 100 PS erregt mit ihrer aerodynamisch optimierten Sportverkleidung großes Aufsehen.

1990 Mit dem Sekundär-Luft-System SLS bietet BMW im Rahmen seiner Umweltoffensive eine Abgasreduzierung für alle Boxermodelle an.

1991 BMW bietet den ersten geregelten Motorrad-Katalysator an.
Die klassisch gestylte R 100 R erscheint als neues Straßenmodell und wird zum Bestseller.
Mit der K 1100 LT führt BMW das erste Modell mit einem 1100 ccm-Motor ein.
Im Werk Berlin läuft das Einmillionstee Motorrad seit 1923 vom Band.

1992 Bei der 12700 km langen Rallye Paris-Kapstadt gewinnt Jutta Kleinschmidt die Damenwertung auf einer serienmäßigen BMW R 100 GS. BMW präsentiert auf der IFMA die K 1100 RS und die R 80 R.

1993 Zum 70. Jubiläum bringt BMW eine völlig neuentwickelte Boxermotorradgeneration: Das erste Modell ist die R11OORS. Mit der F 650 lässt BMW seine Einzylindertradition wieder aufleben.

1994 Die Enduro R 1100 GS und die Roadster-Modelle R 1100 R und R 850 R kommen auf den Markt.
Der BMW Enduropark in Hechlingen wird eröffnet.

1995 Mit der R 1100 RT gibt es nun auch wieder ein Tourer Modell. Alle Vierventil-Modelle werden in Deutschland und einigen anderen Ländern serienmäßig mit geregeltem Katalysator ausgerüstet. Das 100.000ste BMW Motorrad mit ABS wird gebaut.
Zum ersten Mal verkauft BMW über 50.000 Motorräder.

1996 Die alten Boxermodelle mit Zweiventil-Motoren und die K 75-Reihe laufen aus. Mit der K 1200 RS wird das bislang stärkste Motorrad vorgestellt. Die F 650 bekommt ein Schwestermodell, die F 650 ST.

1997 Mit der R 1200 C erscheint der erste Cruiser von BMW.

Auf der IAA in Frankfurt präsentiert BMW den C 1, ein zweirädriges Citymobil fürs nächste Jahrtausend.

Am 22. Februar feiert Ernst Henne seinen 93. und am 9. November Schorsch Meier seinen 87. Geburtstag.
Die Sparte Motorrad der BMW AG verzeichnet ihr fünftes Rekordjahr in Folge - der Umsatz beträgt erstmals über eine Milliarde Mark.

1998 Am Neujahrstag 1998 geht erstmals wieder ein BMW Team an den Start der nunmehr 20. Rallye Paris - Dakar, 13 Jahre nach dem letzten BMW Sieg.

2000 Am neuen Montageband beginnt die Fertigung der F 650 GS in Deutschland statt in Italien.

2001 Das 1.000.000ste BMW Motorrad - eine R 1150 RT -  wurde in Berlin am 06.02.2001 produziert